Von KWS, Essen und Trinken, Kochduell17.299 Views
#Kochduell gegen die #Zeit im »Ristorante Roma« Gütersloh (2002)
#Gütersloh, Januar 2002
Es ist Samstagnachmittag. Der geplante zweite #Kochduellant ist spontan erkrankt und kann nicht kommen. Als Ersatz sprang Gott sei Dank die Zeit ein, die noch dazu äußerst knapp war – am Montag nämlich wurde das »total lokal« gedruckt. Michelangelo Masso, Inhaber und Chefkoch des Restaurants, zauberte ein sensationelles Menü – man kann das »#Ristorante #Roma« mit Fug und Recht als das beste italienische Lokal in weitem Umkreis bezeichnen. So gut haben wir schon lange nicht mehr gegessen …
Michelangelo Masso und seine Frau sind seit 13 Jahren in Gütersloh. Auf rund 120 Quadratmetern Fläche bewirten sie im »Ristorante Roma« die Gütsler mit hervorragenden italienischen Gerichten, vor allem hat sich das Restaurant einen Namen durch sein exquisites #Rindfleisch gemacht: »Ich verwende ausschließlich argentinisches und derzeit brasilianisches Rindfleisch – wenn ich das nicht bekomme, gibt’s überhaupt kein Rindfleisch. Das südamerikanische Fleisch ist deutlich besser als alles, was aus Deutschland kommt – das merkt man schon beim Schneiden. Beim Schweinefleisch verwende ich allerdings deutsches Fleisch.«
Das »Ristorante Roma« lebt von seiner treuen Stammkundschaft und bietet auf Vorbestellung auch besondere Spezialitäten an, wie das Menü dieses Kochduells oder eingelegte #Paprika, frittierte Artischocken und vieles mehr …
In der Saison gibt’s frischen #Fisch wie #Seezunge, #Schwertfisch oder #Muscheln – die besten Muschelmonate sind für Michelangelo Masso der Februar, der März, der September und der Oktober … nur dann schmecken sie richtig gut. Alle Gerichte werden übrigens frisch zubereitet – deshalb kann die Bestellung schonmal etwas Zeit in Anspruch nehmen. Das Warten lohnt sich aber auf jeden Fall. Die Saucen werden bei uns grundsätzlich nicht gebunden, immer frisch zubereitet und mit Schlagsahne verfeinert …
Vorspeise: #Fetuccine mit frischen Muscheln
Der Profikoch arbeitet nicht mit der Waage, sondern nur nach Gefühl – es gibt also keine Mengenangaben. Würzen Sie alle Gerichte nach Geschmack mit Salz und frisch gemahlenem Schwarzen #Pfeffer.
Frische geviertelte #Tomaten werden mit Haut (das gibt das besondere Aroma!), Zwiebeln und frischem #Basilikum in Olivenöl angebraten – es wird kein Wasser zugegeben – und zum Sud verkocht – die Haut der Tomaten wird erst dann entfernt.
Währenddessen werden die #Nudeln in reichlich #Salzwasser al dente gekocht.
Gleichzeitig können schon die Muscheln vorbereitet werden: Sie werden mit Petersilie, kleingeschnittenem Stangensellerie, gehacktem Knoblauch, Zwiebeln und frischem Basilikum fünf5Minuten in einer Pfanne mit heißem Olivenöl gegart. Michelangelo Masso: »Ich schmecke nie ab, sondern würze nur nach Gefühl!«
Wenn sich die Muscheln geöffnet haben, werden sie mit einem Schuss #Weißwein abgelöscht und die gekochten Tomaten darübergegeben. Das ganze wird solange gekocht, bis die #Sauce cremig wird …
Die Nudeln werden auf einem Teller angerichtet, mit einigen Muscheln garniert und die Sauce darübergegeben. Zur Dekoration eignen sich natürlich frische Basilikumblätter. Michelangelo Masso empfiehlt dazu einen tollen 2000er »Gavi« aus dem #Piemont – ein trockener Weißwein aus der Cortese Traube.
Hauptgericht: #Involtini mit #Zucchini #Flädchen und #Steinpilzen
Involtini – das sind köstliche Schweinelachsröllchen, gefüllt mit Parmaschinken und Mozzarella. Je Röllchen wird eine dicke Scheibe vom Schweinelachs abgeschnitten, geteilt, aufgeklappt und flachgeklopft. Darauf kommt eine Scheibe Parmaschinken (am besten frisch vom ganzen Stück abgeschnitten) und einige Streifen Mozzarella. Das ganze wird eingewickelt, an den Enden gut eingeschlagen, dann in Mehl gewälzt, mit geschlagenem Ei eingestrichen und paniert. Die Röllchen werden dann für 10 bis 15 Minuten scharf angebraten – Vorsicht: Bei zu langem Braten kann das Fleisch leicht zähwerden!
Die Zucchini Flädchen bestehen aus einem normalen Pfannkuchenteig mit reichlich geriebenen Zucchinis – im »Ristorante Roma« wird kein Wasser zugegeben, sondern #Bier! Eigentlich ein #Geheimrezept, was jetzt allerdings keines mehr ist. Der Teig sollte möglichst schon am Tag vorher zubereitet werden, damit er gut ziehen kann – umso besser schmecken nachher die Flädchen, die in reichlich Pflanzenöl schwimmend ausgebacken werden.
Für die Sauce werden #Steinpilze in Scheiben geschnitten und in normalem Pflanzenöl (Olivenöl wäre zu geschmacksintensiv) kurz angebraten. Darauf kommen einige Butterflocken, Salz und Pfeffer – das ganze mit Weißwein ablöschen und mit Weinbrand flambieren. Die Sauce wird mit Schlagsahne und Tomatenpürree verfeinert und cremig eingekocht.
Zum Anrichten werden die Röllchen in Scheiben geschnitten und mit der Steinpilz Sauce überzogen, die Zucchini Flädchen werden in Streifen geschnitten – alles wird auf dem Teller mit einer geviertelten Kirschtomate und einigen frischen Basilikumblättern garniert. Wenn keine frischen Steinpilze verfügbar sind, eignen sich übrigens auch eingelegte.
Dazu passt hervorragend der 97er #Chianti #Reserva »Le Ginestre« – ein trockener #Rotwein. Michelangelo Masso trinkt übrigens selbst lieber #Weißwein – zu allen Gerichten.
Zum original italienischen Abschluss des Menüs dürfen natürlich ein #Espresso, eine #Grappa und eine #Zigarette nicht fehlen … und nach diesem sensationell leckeren #Essen haben wir noch ein wenig über #Fußball philosophiert. Michelangelo: »Beim #Finale der EM 2000 zwischen #Italien und #Frankreich hatte ich in der #Küche schon eine Flasche kaltgestellt … als sich dann unsere Niederlage herauskristallisierte, habe ich den ganzen Abend nichts mehr gemacht!
Für die #WM setze ich auf Italien – #Trappatoni wird’s machen, wenn er bei der Mannschaftsaufstellung keine Fehler macht. Wir haben viele gute neue Leute – 82 hätte auch niemand gedacht, dass wir ins Finale kommen …«
#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT
