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Bundesverband Burnout und Depression (#BBUD): Aktuelles und Entwicklungen im Verband
#Neuss, 30. September 2026
Der Bundesverband Burnout und Depression (BBUD) setzt mit seinen digitalen Selbsthilfeangeboten bewusst auf eine Kombination aus offenen und zielgruppenspezifischen Formaten. Ziel ist es, Menschen mit unterschiedlichen #Lebenssituationen, #Belastungen und #Bedürfnissen Unterstützungsangebote mit hoher Identifikation bereitzustellen und gleichzeitig die Breite niedrigschwelliger Selbsthilfe weiter zu stärken.
Die Online Angebote der »Anderen Burnout Cafés« (ABC) richten sich nicht nur allgemein an Menschen mit Burnout, Depressionen oder stressbedingten Belastungen, sondern schaffen geschützte Räume für bestimmte Zielgruppen. Der BBUD reagiert damit auf die Erfahrung, dass psychische Belastungen individuell erlebt werden und Menschen häufig leichter Zugang zu Unterstützung finden, wenn ihre konkrete Lebensrealität mitgedacht wird.
So gibt es etwa ein englischsprachiges Online ABC für Menschen, die sich lieber auf Englisch austauschen oder sprachliche Hürden im deutschsprachigen Hilfesystem erleben.
Ein weiteres Angebot richtet sich speziell an #Alleinerziehende. Die Gruppe berücksichtigt bewusst die besonderen Herausforderungen von Einelternfamilien: Unterbrechungen durch #Kinder sind ausdrücklich erlaubt, ebenso eine stille Teilnahme ohne Kamera oder Mikrofon. Damit wird ein realistischer und entlastender Raum geschaffen, der die tatsächlichen Lebensbedingungen der Teilnehmenden berücksichtigt.
Spezielle Formate für Frauen und Männer dienen dem Austausch über Belastungen und Möglichkeiten unter dem Aspekt von Rollenbildern und spezifischen Anforderungen. Das Verständnis und die Verständigung in diesen homogenen Selbsthilfegruppen sind anders und werden von Beteiligten aufgrund weniger Erklärungsbedarf mit großer Erleichterung und reduzierter Scham erlebt.
Neu und im Ansatz innovativ ist das Journaling ABC: ein kreatives und reflexionsorientiertes Sonderformat. Anders als klassische #Selbsthilfegruppen steht hier das reflektierende Schreiben im Mittelpunkt. Journaling, Meditation und Achtsamkeitsübungen sollen dabei helfen, Gedanken zu ordnen, die Selbstverbindung zu stärken und Stress bewusster wahrzunehmen. Gleichzeitig ist das ungerichtete Schreiben in sich ressourcenstärkend und somit nicht nur eine Erfahrung, sondern auch Methode.
Weitere Informationen, alle Angebote und die Anmeldung gibt’s online.
Psychische Belastungen nehmen seit Jahren zu, gleichzeitig fühlen sich viele Menschen mit ihren individuellen Herausforderungen in klassischen Hilfesystemen nicht ausreichend gesehen. Niedrigschwellige und passgenaue Selbsthilfeangebote können deshalb eine wichtige Ergänzung sein – insbesondere dort, wo lange Wartezeiten, Scham oder fehlende Identifikation den Zugang zu Unterstützung erschweren. Durch die Vielfalt der Angebote möchte der BBUD dazu beitragen, psychische Gesundheit stärker in der Mitte der Gesellschaft zu verankern und mehr Menschen frühzeitig zu erreichen.
Die ABC Gruppen des BBUD wurden 2013 von Betroffenen für Betroffene ins Leben gerufen und stellen einen zentralen Bestandteil der Selbsthilfearbeit des Verbands dar. Die Formate verbinden Erfahrungsaustausch mit thematischen Impulsen und schaffen geschützte Räume für Reflexion, Unterstützung und persönliche Entwicklung.
#Depressionen gehören mittlerweile zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Im Jahr 2024 waren rund 9,5 Millionen Menschen von Depressionen betroffen (»Gesundheitsatlas Deutschland«, #AOK 2024). Die Zahl der Erkrankten steigt stetig. Depressionen belasten das Leben der Betroffenen und ihr Umfeld. #Stigmatisierung, #Unwissenheit und #Unverständnis in der Bevölkerung einerseits sowie ein unzureichendes Versorgungsangebot erschweren insgesamt den Umgang mit der #Krankheit. Der vom Verein genutzte Begriff »Burnout« hilft dabei, ein auch sprachlich niedrigschwelliges Angebot zu formulieren und damit mehr Menschen zu erreichen. Mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen dahingehend eine Unterstützung zu bieten, macht der BBUD mit den neuen Terminen einen weiteren wichtigen Schritt.
Hintergrund
In Deutschland haben bereits 3 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal im Leben die #Diagnose eines sogenannten »#Burnouts« erhalten. Dieses Syndrom bezeichnet einen #Erschöpfungszustand, welcher sich in verschiedenen Phasen von der Überlastung und Überforderung bis zum mentalen Zusammenbruch äußern kann, vor allem Berufsleben und soziale Kontakte betrifft und insbesondere psychosomatische Beschwerden auslöst. Hingegen erlitten mindestens 9,5 Millionen Deutsche bereits eine ernstzunehmende depressive Episode, die als schwere psychiatrische Erkrankung anzusehen ist und sich in #Perspektivlosigkeit, #Freudlosigkeit, #Traurigkeit über beträchtliche #Körpererscheinungen und einem massiven Rückzug aus dem persönlichen Umfeld ausdrückt. Beide #Krankheitsbilder sind allerdings der #Psychotherapie und medikamentösen Behandlungsansätzen zugänglich. Daneben helfen niederschwellige Maßnahmen wie #Entspannungstraining, #Lichttherapie, #Selbsthilfemaßnahmen, #Sozialberatung oder #Coaching.
Der Bundesverband Burnout und Depressionist die bundesweite Selbsthilfeorganisation für Menschen mit stressinduzierten Problembildern wie #Burnout oder Depression. Seine Mitglieder sind eigens betroffen und wollen ermutigen, selbst wieder aktiv zu werden und für sich und andere Erkrankte Verantwortung zu übernehmen.
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