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»Pro Nordbad«: Weniger Konzept, mehr Freibad!

Von KWS, Informationen, Politik372 Views

»Pro Nordbad«: Weniger #Konzept, mehr #Freibad!

  • Die Initiative »Pro Nordbad« lehnt die jetzt vorgestellte Neuplanung des Gütersloher Nordbads ab. Statt eines kleinteilig durchgeplanten Freizeitparks braucht Gütersloh ein großzügiges, zeitgemäßes Freibad mit einem überzeugenden und finanzierbaren Gesamtkonzept.

#Gütersloh, 13. Oktober 2026

Was #Stadtverwaltung und #Stadtwerke jetzt als neue Zukunft des Nordbads präsentieren, wirkt vor allem eines: gewollt. Ein bisschen #Schwimmen, ein bisschen #Planschen, ein bisschen #Springen, dazu #Soccerfeld, Padel Court, #Beachvolleyball, #Kletternetz, #Wasserkanonen, #Nassmatschplatz und #Sandspielplatz. Möglichst viele Angebote auf möglichst wenig Fläche. Das Ergebnis erinnert weniger an ein großzügiges #Freibad als an einen #Freizeitpark aus dem kommunalen #Planungskatalog.

Die Initiative »Pro Nordbad« lehnt diese Konzeption ab. Nicht, weil #Sportangebote und #Spielangebote grundsätzlich unerwünscht wären, sondern weil hier offenbar versucht wird, möglichst viele unterschiedliche Nutzungen in ein einziges Konzept hineinzupressen. Das wirkt kleinkariert, überfrachtet und wenig überzeugend.

Ein Freibad muss nicht jede erdenkliche Freizeitbeschäftigung anbieten. Menschen können ihre #Freizeit durchaus selbst gestalten. Sie brauchen dafür vor allem #Platz, #Wasser, #Sonne, #Schatten und eine angenehme Umgebung. Nicht jede freie Fläche muss mit einer festgelegten Funktion versehen werden. Gerade die großzügigen, offenen Bereiche machen den besonderen Reiz eines Freibads aus.

Ein #Naturpool statt eines Freizeitparks

Die Initiative bevorzugt deshalb den Anfang Oktober vom »#NOW Magazine« vorgestellten alternativen Ansatz: Konzentration auf das vorhandene Schwimmerbecken, Verzicht auf den sanierungsbedürftigen hohen Sprungturm und die aufwendige Wiederherstellung der bisherigen Beckenlandschaft. Stattdessen könnte ein großzügiger, naturnah gestalteter Pool für Kinder und Nichtschwimmer entstehen, eingebettet in eine attraktive Grünanlage mit ausreichend Freiraum für individuelle Freizeitgestaltung.

Ein solcher #Naturpool müsste hinsichtlich #Wasseraufbereitung, #Hygiene, #Sicherheit und #Betriebskosten selbstverständlich fachlich geprüft werden. Aber gerade diese Möglichkeit verdient eine ernsthafte Untersuchung, bevor Millionen in eine kleinteilige Ansammlung konventioneller Becken und Freizeiteinrichtungen investiert werden.

Es geht nicht darum, das Nordbad mit möglichst vielen Attraktionen vollzustellen. Es geht darum, einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen gerne aufhalten.

13,5 Millionen Euro – aber woher?

Noch befremdlicher erscheint das vorgestellte Finanzierungskonzept. Nachdem die Stadtwerke ursprünglich bis zu 8 Millionen Euro beitragen sollten, soll nun die Stadt Gütersloh die gesamten Investitionskosten von 13,5 Millionen Euro übernehmen. Die Stadtwerke sollen sich möglicherweise erst nach der Wiedereröffnung 2029 beteiligen. Über die Höhe ihres Beitrags soll dann verhandelt werden.

Das klingt weniger nach einem belastbaren #Finanzierungskonzept als nach einer #Verschiebung finanzieller #Verpflichtungen in die Zukunft.

Woher soll die Stadt angesichts ihrer angespannten Haushaltslage die 13,5 Millionen Euro nehmen? Welche anderen Investitionen müssen dafür zurückgestellt werden? Und wie verlässlich ist eine Kostenschätzung für ein Projekt, dessen Bauarbeiten erst 2028 beginnen sollen?

Hinzu kommen die laufenden #Betriebskosten, #Pflegekosten und #Unterhaltungskosten der zahlreichen zusätzlichen Einrichtungen. Auch darüber sollte gesprochen werden, bevor neue Attraktionen beschlossen werden.

Erst denken, dann bauen

Die Initiative »Pro Nordbad« begrüßt ausdrücklich, dass Stadtverwaltung und Stadtwerke inzwischen bereit sind, die bisherige Konzeption grundsätzlich zu überdenken. Der Erhalt des Schwimmerbeckens und der Verzicht auf den alten Sprungturm sind vernünftige Ansätze. Daraus folgt aber nicht, dass die jetzt präsentierte Variante bereits die richtige Lösung ist.

Ein gutes Freibad zeichnet sich nicht durch die Anzahl seiner Angebote aus, sondern durch die Qualität des Aufenthalts. #Großzügigkeit, #Einfachheit, #Aufenthaltsqualität und #Wirtschaftlichkeit sollten deshalb im Mittelpunkt stehen.

Die Initiative fordert die Politik auf, der vorliegenden Planung in ihrer jetzigen Form nicht zuzustimmen, sondern zunächst eine ernsthafte Prüfung alternativer Konzepte einschließlich der NOW Naturpool Variante und eine nachvollziehbare Finanzierung vorzulegen.

Gütersloh braucht kein #Sammelsurium von #Freizeitattraktionen. Gütersloh braucht ein gutes #Freibad.

#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT