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5 Chöre, 1 Klang und jede Menge Leidenschaft: (von links) Uta Singer (Schötmar), Volker Jänig (Marien Lemgo), Frank Schreiber (Nicolai Lemgo) und Julian Weller (Lage) freuen sich auf das Gemeinschaftsprojekt mit Rossinis »Petite Messe Solennelle«. Nicht im Bild Jonathan Dräger (Steinheim). Foto: Randell Greenlee

Gioachino Rossinis »Petite Messe Solennelle« vereint 5 Chöre – Vorverkauf läuft

Von KWS, Kunst und Kultur, Musik357 Views

Gioachino Rossinis »Petite Messe Solennelle« vereint 5 Chöre – Vorverkauf läuft

  • Mitreißend, berührend, Gemeinschaft stiftend

#Lemgo, #Lage, #Schötmar, #Steinheim, 13. Oktober 2026

Wenn sakrale Ernsthaftigkeit auf italienischen #Opernwitz trifft und 5 Chöre ihre Stimmkraft bündeln, ist klar: Hier entsteht mehr als nur ein #Konzert. Die Singgemeinschaft Sankt Marien Lemgo (Leitung Volker Jänig), die Kantorei Sankt Nicolai Lemgo (Leitung Frank Schreiber), die Kantorei der Evangelisch Reformierten Kilianskirche Schötmar (Leitung Uta Singer) sowie die Kantorei der Marktkirche Lage (Leitung Julian Weller) und der Konzertchor »Vocale« Steinheim (Leitung Jonathan Dräger) bringen nicht nur Gioachino Rossinis »Petite Messe Solennelle« auf die Bühne, sondern setzen zugleich ein kraftvolles Zeichen gelebter Gemeinschaft. Bewusst überwinden die Akteure das lokale »Kirchturmdenken« und führen Ensembles aus dem gesamten Umkreis zusammen, um miteinander Großes zu schaffen. »Gerade in unserer ländlichen Region zeigt dieses Projekt, wie wertvoll kulturelle Zusammenarbeit ist. Das lebendige Miteinander über Stadtgrenzen hinweg schafft Verbindungen und macht ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis möglich, das keine der Chorgemeinschaften allein auf die Beine hätte stellen können«, verdeutlicht Volker Jänig, bei dem die organisatorischen Fäden zusammenlaufen.

Feingefühl statt orchestraler Wucht

Für 4 Solisten und 12 Sänger sowie #Klavier und #Harmonium geschrieben, wirkt Rossinis »Petite Messe Solennelle« in ihrer Originalfassung fast kammermusikalisch. Doch gerade die Reduktion macht den Reiz dieser Komposition aus. Zur Hälfte aus Soli sowie einem Duett, einem Terzett und einem Quartett bestehend, gehört der übrige Anteil der Messe den Sängerinnen und Sängern der Chöre. Auch wenn diese mit insgesamt rund 150 Stimmen deutlich größer besetzt sind als in der Urfassung, bleibt der intime Charakter erhalten und die Wirkung verblüffend: Während das Klavier für perkussive Kicks sorgt und das Harmonium einen melancholisch sphärischen Klangteppich ausbreitet, öffnen sich perfekte Räume, die jede Note durchhörbar machen, Details freilegen und Klangfarben sich entfalten lassen.

Und bei aller Reduzierung bleibt Rossini doch immer Rossini. Der für seine brillanten »Opere buffe« bekannte Komponist. Der humorige Großmeister des Belcanto. Auch im Kirchenraum. Denn weder ist die Messe mit ihren rund 90 Minuten Spieldauer wirklich »klein« (petite), noch kommt sie im klassisch getragenen Sinne sonderlich »feierlich« (solennelle) daher. Sie beginnt wie ein stilles Gebet und endet wie ein Triumphmarsch. Liturgische Andacht trifft auf opernhafte Leidenschaft, das Allerheiligste auf das Allermenschlichste, barocke Strenge auf romantische Kühnheit, Bescheidenheit auf Größe. Und immer wieder blitzt Rossinis Schalk durch die Partitur. Wer außer ihm käme auf die Idee, den Beginn des »Credo« mit der augenzwinkernden, in der Musikwelt nicht existierenden Tempobezeichnung »Allegro cristiano« (christliches Allegro) zu überschreiben?

Gemeinsam mit Carolin Franke (Sopran), Pia Pehlivan (Alt), Jonathan Dräger (Tenor), Andreas Elias Post (Bass) sowie Doris Findorff Rasche (Klavier) und Christoph Lahme (Harmonium) formen die Choristen Klangkosmen, die die Ironie des Titels ebenso hörbar machen wie die spirituelle Tiefe der »kleinen Messe«. Das Dirigat teilen sich die Chorleiter.

4 Konzerte: Zentrale Website zu Terminen und Tickets

Gleich an 4 Abenden können sich Besucher auf Aufführungen der »Petite Messe Solennelle« freuen: Rossinis originelles Spätwerk erklingt am Samstag, 14. November 2026, 18 Uhr, in der Kirche Sankt Marien Lemgo, am Sonntag, 15. November 2026, 16 Uhr, in der Evangelisch Reformierten Kilianskirche Schötmar, am Dienstag, 17. November 2026, 19 Uhr in der kath. Kirche Sankt Marien Steinheim und am Mittwoch, 18. November 2026, 19 Uhr, in der Marktkirche Lage. Informationen zum Vorverkauf sowie zu den Eintrittspreisen aller Konzerttermine gibt es zentral online.

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