Von KWS, Kunst und Kultur, OASE3.916 Views
Die »#OASE« spricht: »#Milchmädchenrechnungen« und ausgeschlagene #Einladungen (2002)
#Gütersloh, Mai 2002
Schluss mit dem #Theater ums Theater! Gütersloh braucht wirklich keinen Theaterneubau, dessen »lebendige Diskussion« ja selbst den eigenen #Kulturdezernenten Ansgar Wimmer mittlerweile derart überfordert, dass er in der örtlichen #Presse unglaubliche »Milchmädchenrechnungen« zur Finanzierung aufstellt. Aufgrund eines Hinweises habe er erkennen müssen, dass seine Berechnungen zur Finanzierung des Theaterneubaus in der vergangenen Woche falsch sei. Seine Entschuldigung: »Der von mir persönlich ermittelte Betrag beschreibt zwar die Netto Pro Kopf Belastung der Bevölkerung durch den #Theaterneubau richtig, berücksichtigt aber gegenüber der von mir getroffenen Aussage nicht eine Vollverzinsung über 60 Jahre«, so Wimmer in der örtlichen #Tagespresse. Peinlich, peinlich! Gerade vor dem Hintergrund, dass sogar einige Leute aus der Gütersloher #Theaterförderung (!) jetzt mittlerweile gegen das neue Theater sind, ist auch das vom Verein »Bürger für Gütersloh« (#BFGT) gestartete Bürgerbegehren gegen einen Theater Neubau immer begrüßenswerter.
Gütersloh benötigt eine attraktive und renovierte »Paul Thöne Halle«, die neben guten Bühnenaufführungen ein großes Kulturangebot bietet. Das Gebäude ist für eine Mehrfachnutzung geradezu prädestiniert. Gütersloh ist dank der Initiative eines städtischen Angestellten wie Josef Honcia ein #Wallfahrtsort für Jazzgrößen wie Ray Charles. Unterstützen wir unter anderem solche Bemühungen und profilieren wir Gütersloh durch ein breiteres Kulturangebot anstatt eine #Kulturbourgeoisie mit einem größenwahnsinnigen Theaterneubau zu unterstützen. Wie wäre es mit einem ständigen Jazz Festival in einer attraktiven »Paul Thöne Halle«? So weckt man vielleicht auch ein überregionales Interesse an dieser Stadt. So kann sich Gütersloh entsprechend profilieren und ein bundesweites Image erhalten.
Eine vernünftige Gesamtnutzung des Gebäudes auch mit dem alten #Studio, eine #Kultur Zusammenarbeit mit der benachbarten Gütersloher #Stadthalle und eine entsprechende Anbindung an die örtliche Gastronomie scheint eine wesentlich vernünftigere Lösung für den Kulturstandort Gütersloh zu sein als der Neubau eines Theaters in Zeiten finanzieller Engpässe. Apropos Lösung: Auch die Fachhochschule Köln, Fachbereich Architektur, hat für den Neubau des Theatergebäudes in Gütersloh als Diplomthema im Sommer 2000 insgesamt 26 Entwürfe nach entsprechender städtischer Aufgabenstellung erstellt. Das Programm entsprach in etwa dem des Wettbewerbs und umfasste eine Hauptnutzfläche von 5.000 Quadratmetern. Zu der Diplomarbeitsvorstellung wurde auch Stadtbaurat Josef E. Löhr eingeladen, der dieser Einladung leider nicht nachgekommen ist. #Terminstress? #Ignoranz? Wie auch immer, so viel Zeit hätte sich auch ein mit einem großen Theaterprojekt beschäftigter Stadtbaurat nehmen müssen, da es sich hier zumindest um äußerst interessante und professionelle Entwürfe handelt. Also, dann – Herr Löhr: Bitte etwas mehr Sensibilität im Umgang mit dem Theater für Gütersloh. Wie auch immer es aussehen mag. Warten wir es ab!
#NOW #N #KWS #ROSA #OWL #GT #GGC #GOGREENCHALLENGE #VISITGÜTERSLOH #VISITGT #NIEWIEDERISTJETZT #MARIECHENMARKT
