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Fotos: Friedrich Wilhelm Murnau Gesellschaft Bielefeld

36. Film und Musikfest der Friedrich Wilhelm Murnau Gesellschaft Bielefeld, 23. Oktober bis 8. November 2026

Von KWS, Kunst und Kultur, Film1.566 Views

36. Film und Musikfest der Friedrich Wilhelm Murnau Gesellschaft #Bielefeld, 23. Oktober bis 8. November 2026

#Bielefeld, 7. Oktober 2026

Unter dem Motto »Unter Verdacht« präsentiert die Friedrich Wilhelm #Murnau Gesellschaft vom 24. Oktober bis zum 9. November 2025 das 35. Film und Musikfest in Bielefeld. Auf dem Programm stehen 8 Veranstaltungen mit Klassikern und wiederentdeckten Schätzen der Stummfilmgeschichte. Alle Vorführungen werden live musikalisch begleitet. Spielorte sind die Rudolf Oetker Halle und das »#Lichtwerk« im Ravensberger Park.

Seit 1989 widmet sich das Film und Musikfest der #Stummfilmkunst und ihrer musikalischen Begleitung. Sinfonieorchester, Kammerensembles und Solisten lassen die Filme mit historischen Kompositionen, neuen Arrangements und Improvisationen lebendig werden.

Das diesjährige Motto »Unter Verdacht« greift ein zentrales Motiv des Kinos der 1920er Jahre auf: #falsche #Anschuldigungen, gesellschaftliche Unsicherheit und die Frage nach #Schuld und #Unschuld. Zwischen den Verheerungen des Ersten Weltkriegs, den »Roaring Twenties« und der #Weltwirtschaftskrise entstand eine Filmkunst, die glamouröse Oberflächen mit gesellschaftlichen Abgründen verband.

Die Veranstaltungen im Überblick

»The Kid Brother« (USA 1927)

Harold Lloyd spielt den vermeintlich schwächlichen jüngsten Sohn eines Dorfsheriffs, der sich gegen seine beiden übermächtigen Brüder behaupten muss. Als er und sein Vater zu Unrecht des Diebstahls beschuldigt werden, schlägt seine große Stunde. Die #Komödie verbindet #Slapstick, #Romantik und überraschende #Wendungen.

Freitag, 24. Oktober 2025, 20 Uhr, Rudolf Oetker Halle, Musikalische Begleitung Cinematografisches Orchester mit Axel Goldbeck …

»The Lodger« (1927)

Alfred Hitchcocks früher Thriller »Der Mieter« erzählt von einem geheimnisvollen Untermieter, der unter Mordverdacht gerät. Hitchcock selbst bezeichnete das Werk als seinen ersten echten #Hitchcock Film. Bereits hier finden sich zahlreiche Motive seiner späteren Filme, darunter falsche Verdächtigungen, unschuldig Verfolgte und das Spiel mit Licht und Schatten.

Sonntag, 26. Oktober 2025, 17 Uhr, Rudolf Oetker Halle, Natalie Böttcher begleitet den Film am Akkordeon …

»Großstadtschmetterling« (1929)

Richard Eichbergs Melodram mit Anna May Wong erzählt die Geschichte einer chinesischen Tänzerin in der Pariser Bohème, die zu Unrecht des Mordes und Diebstahls beschuldigt wird. Der Film thematisiert gesellschaftliche Vorurteile, Diskriminierung und eine tragische Liebesgeschichte. Die musikalische Begleitung übernimmt das Ensemble »Urban Butterflies« mit Christina Zurhausen an der Gitarre, Daniel Kothenschulte am Klavier und Roman Keck am Schlagzeug.

Donnerstag, 30. Oktober 2025, 20 Uhr, »Lichtwerk« …

»The Man Who Laughs« (1928)

Das #Halloween Special zeigt Paul Lenis düsteres Schauerdrama nach Victor Hugos Roman »Der lachende Mann«. Conrad Veidt verkörpert einen Mann, dessen Gesicht zu einem grotesken Dauergrinsen entstellt wurde. Seine Erscheinung inspirierte später unter anderem die Gestaltung des Batman Gegenspielers #Joker.

Freitag, 31. Oktober 2025, 20 Uhr, »Lichtwerk«, Daniel Kothenschulte begleitet den Film am Klavier …

»Asphalt« (1929)

Joe Mays aufwendig inszenierter Großstadtthriller erzählt von einem jungen Polizisten, der sich in eine Juwelendiebin verliebt und schließlich selbst unter Mordverdacht gerät. Für die Produktion ließ May in den Babelsberger Studios eine luxuriöse Berliner Einkaufsstraße errichten. Der Film gilt als herausragendes Beispiel der späten deutschen Stummfilmkunst zwischen Expressionismus und neuer Sachlichkeit.

Sonntag, 2. November 2025, 17 Uhr, Rudolf Oetker Halle, es spielt das »Metropolis Orchester Berlin« unter der Leitung von Burkhard Götze …

»Play Safe« (1927)

Die turbulente Komödie mit Monty Banks führt ein junges Liebespaar auf der Flucht vor einer Intrige in einen führerlosen Güterzug. Eine besondere Entdeckung ist die hervorragend erhaltene, farbig viragierte Originalkopie, die Stummfilmmusiker Richard Siedhoff im Bundesarchiv Filmarchiv wiederfand. Als Vorfilm läuft »Always Late« aus dem Jahr 1923.

Donnerstag, 6. November 2025, 20 Uhr, »Lichtwerk«, die Livebegleitung übernehmen Richard Siedhoff am Klavier, M. Sierow an der Oboe und F. Bockius an der Perkussion …

»The Circus« (1928)

Charles Chaplins Tramp gerät auf der Flucht vor der Polizei in eine Zirkusmanege und wird unfreiwillig zur Attraktion. Zwischen Slapstick und Melancholie erzählt Chaplin von Liebe, Außenseitertum und der Welt des Varietés. Zu hören ist die von Chaplin 1969 selbst komponierte Orchestermusik, gespielt von den Bielefelder Philharmonikern unter der Leitung von Bernd Wilden.

Freitag, 7. November 2025, 20 Uhr, Rudolf Oetker Halle …

»Kino für Kurze«

Zum Abschluss stehen 4 Stummfilmkomödien auf dem Programm: »You’re Darn Tooting« mit Stan Laurel und Oliver Hardy, »Spook Spoofing« mit den »Kleinen Strolchen«, Mack Sennetts »Galloping Bungalows« und Buster Keatons »The Boat«. Das #Wanderkino #Leipzig begleitet die Filme mit Izabela Kaldunska (Violine), Sebastian Pank (Saxofon und Bassklarinette), Peter Bauer (Perkussion) und Tobias Rank (Klavier und Leitung).

Sonntag, 9. November 2025, 15 Uhr, Rudolf Oetker Halle …

Eintritt und weitere Informationen

Die Veranstaltungen in der Rudolf Oetker Halle, Lampingstraße 16, kosten regulär 25 Euro, ermäßigt 20 Euro. #Kinder bis 14 Jahre zahlen 8 Euro. Für »The Circus« gelten abweichende Eintrittspreise von 30 Euro beziehungsweise 15 Euro ermäßigt. Ein Abonnement für die Veranstaltungen in der Rudolf Oetker Halle kostet 75 Euro. Im »Lichtwerk«, Ravensberger Park 7, beträgt der Eintritt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro. Karten für die dortigen Vorführungen sind ausschließlich im »Lichtwerk« und online erhältlich. Weitere Informationen und das vollständige Programm gibt es online …

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