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»Malerei 26« im Museum Abtei Liesborn – Junge Positionen der Gegenwartsmalerei an historischem Ort, 4. Oktober bis 29. November 2026
#Münster, #Liesborn, 23. September 2026
Vom 4. Oktober bis zum 29. November 2026 zeigt das #Museum #Abtei Liesborn des Kreises Warendorf die Ausstellung »Malerei 26« mit Werken von Studenten der Kunstakademie Münster. Zu sehen sind ausgewählte Arbeiten von Henrike Fechler, Anne Gößling, Kashi Grätz, Abdelaziz Mahmud und Lara Morsey. Die Ausstellung wird am Sonntag, 4. Oktober 2026, um 15 Uhr eröffnet.
Seit 2004 veranstalten die Kunstakademie Münster und der »Landschaftsverband Westfalen Lippe« (#LWL) gemeinsam die Ausstellungsreihe »#Malerei«. Die jährlich an wechselnden Orten stattfindende und durch den LWL Kulturfonds geförderte Ausstellung präsentiert junge Malerei Positionen der Gegenwart, die sich im Akademiekontext profiliert haben.
»Durch die wechselnden Präsentationsorte der Reihe ›Malerei‹ bringen wir aktuelle Kunstpositionen der jungen Generation direkt zu den Menschen in Westfalen Lippe. Nachwuchsförderung und Teilhabe sind wichtige Anliegen unserer regionalen Kulturarbeit. Wir freuen uns, den Studierenden der Kunstakademie Münster über den LWL Kulturfonds in diesem Jahr eine Ausstellungsmöglichkeit im Museum Abtei Liesborn zu eröffnen und damit einen lebendigen Beitrag zum öffentlichen Diskurs zu leisten«, Dr. Barbara Rüschoff Parzinger, LWL Kulturdezernentin.
Für die #Kunstakademie ist die Reihe auch Teil ihrer praxisorientierten Lehre: »Ausstellungspraxis ist ein wesentlicher Bestandteil des Studiums an der Kunstakademie Münster. Mit der ›Malerei‹ erhalten jedes Jahr Studenten – auch dank der seit über zwei Jahrzehnten währenden Förderung und Begleitung durch den #LWL – die Gelegenheit, ihre individuellen künstlerischen Positionen unter professionellen Bedingungen zu präsentieren und öffentlich zur Diskussion zu stellen. Wir freuen uns außerdem sehr, in diesem Jahr an einem kulturhistorisch so besonderen Ort zu Gast sein zu dürfen«, Stefan Hölscher, Prorektor für Studium und Lehre der Kunstakademie Münster.
Das Museum Abtei Liesborn ist in diesem Jahr Gastgeber und auch fachlicher Partner der Reihe. Museumsleiter PD Dr. Sebastian Steinbach wählte gemeinsam mit Dr. Friederike Maßling, Referatsleiterin der Kulturabteilung des LWL, sowie Prof. Dr. Erich Franz und Prof. Dr. Ferdinand Ullrich die Studierenden für die Teilnahme aus und war zudem an der Kuratierung der Ausstellung beteiligt.
»Wir freuen uns sehr, dass die Kunstakademie Münster mit ihrer Reihe ›Malerei 26‹ dieses Jahr Station im Museum Abtei Liesborn macht«, betont Landrat Dr. Olaf Gericke, »und damit zugleich die Bedeutung von kunst und kulturhistorischen Ausstellungshäusern im und für den ländlichen Raum hervorhebt«, Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf.
Die künstlerischen Positionen
Henrike Fechler verbindet Stoffstücke zu Bildträgern, deren Nähte, Kanten und unterschiedliche Strukturen sichtbar bleiben. Die einzelnen Flächen werden erst nach dem Zusammensetzen bemalt. So entstehen Farbräume, in denen intensive und zurückhaltende Partien, Dichte und Transparenz miteinander wirken, ohne dass sich ein Bereich eindeutig in den Vordergrund schiebt.
Anne Gößling zeigt neben Malereien mit »Gradient« eine etwa 16 Quadratmeter große Installation aus rund 3.500 handgefertigten Keramikfliesen. Aus der Distanz erscheint die Anordnung wie ein digital erzeugter Farbverlauf von Gelbgrün zu Blau; aus der Nähe werden die Unterschiede jeder einzelnen Glasur und die Spuren des Brennprozesses sichtbar. Naturwissenschaftliche Beobachtung und handwerkliche Herstellung verbinden sich zu einem Bild fortwährender Veränderung.
Kashi Grätz arbeitet mit #Stoffen, #Gaze, #Filz, #Fäden und festen Bildgründen. Lose Ränder, Schichtungen und plastisch hervortretende Linien lösen die Arbeiten aus der geschlossenen rechteckigen Bildfläche. Die sichtbaren Materialien bilden vorläufige Ordnungen, die sich beim Betrachten immer wieder neu verbinden.
Abdelaziz Mahmud entwickelt in großformatigen #Ölgemälden komplexe Farbräume. Transparente und dichtere Schichten, helle und dunkle Bereiche sowie offene Übergänge lenken den Blick über die Leinwand. Die Farbwirkungen können an Landschaften oder Lichtstimmungen erinnern, bleiben jedoch gegenständlich unbestimmt und entfalten ihre Spannung zwischen Bewegung und Ruhe.
Lara Morsey verdichtet alltägliche Beobachtungen und persönliche Assoziationen in meist zurückhaltenden, teils kleinformatigen Malereien. Wenige Farbflächen und leichte Übergänge bilden den Ausgangspunkt für offene Bildideen. In Arbeiten wie »Little Mary« greift Morsey zudem Motive und malerische Spuren von Mary Heilmann auf und führt sie in einen eigenen Zusammenhang.
4. Oktober bis 29. November 2026, Katalogvorstellung und Künstlergespräch Samstag, 7. November 2026, 15 Uhr, Museum Abtei Liesborn des Kreises Warendorf …
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