Von KWS, Kunst und Kultur, Satire477 Views
Das #NOW #Fachwerkhaus der #Gütersloh #VIP #Star #Influencer, Staffel 1, Episode 4
#Gütersloh, 13. Oktober 2026
Nachdem in Episode 1 festgestellt wurde, dass ein #Fachwerkhaus grundsätzlich aus #Fachwerk bestehen könnte, in Episode 2 erste Überlegungen angestellt wurden, wie man mit dieser überraschenden Erkenntnis umgehen könnte, und in Episode 3 das #Zentrenmanagement die Angelegenheit übernommen hatte, steht das Projekt nun vor seinem nächsten großen Entwicklungsschritt: Das #Fachwerkhaus soll eine #Weihnachtsmarkthütte werden. Allerdings nicht irgendeine. Sondern eine hybride.
Die Idee entstand während eines interdisziplinären Kreativworkshops zur saisonübergreifenden Innenstadtaktivierung. Eigentlich sollte nur geklärt werden, ob das Fachwerkhaus vor #Weihnachten noch einmal geöffnet werden könnte. Doch dann fiel das Wort »hybrid«. Und plötzlich war alles möglich.
»Wir müssen Weihnachten völlig neu denken«, erklärte eine Teilnehmerin aus dem Bereich #Transformationsmanagement. »Die klassische #Weihnachtsmarkthütte ist ein analoges Auslaufmodell. Wir brauchen ein niedrigschwelliges, multifunktionales, partizipatives Begegnungsformat mit digitaler Verlängerung.«
Zustimmendes Nicken. Jemand machte ein Foto vom Flipchart.
#Glühwein 4.0
Im Mittelpunkt des neuen Konzepts steht der hybride Glühwein. Dieser wird nicht mehr einfach ausgeschenkt, sondern im Rahmen einer kuratierten Getränkeerfahrung bereitgestellt. Die Besucher können zwischen analogem Glühwein, digitalem Glühwein und einem sogenannten »Blended Glühwein Erlebnis« wählen.
Beim digitalen Glühwein scannt man einen QR Code und erhält ein animiertes Bild einer dampfenden Tasse auf das Smartphone. Der Vorteil: keine Verbrennungsgefahr, kein Alkohol, keine Becherpfandproblematik. Für das Blended Erlebnis wird zusätzlich eine echte Tasse bereitgestellt. Diese bleibt allerdings leer.
»Das ist ein ganz neuer Zugang zur Weihnachtskultur«, erläutert das Projektteam. »Wir entkoppeln den Konsum vom Produkt und schaffen damit einen nachhaltigen Erlebnisraum.«
Der Gütersloher Weihnachtsmarkt als Reallabor
Das Fachwerkhaus selbst soll künftig als »Urban Christmas Transformation Hub« fungieren. Geplant sind ein Advents Coworking Space, eine Pop up Lebkuchenmanufaktur ohne Backofen, ein digitales Krippenspiel sowie ein interaktiver Wunschzettelgenerator mit KI gestützter Bedürfnisanalyse.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der sogenannten »Weihnachtsmarktresilienz«. Dabei soll untersucht werden, wie Menschen auf saisonale Veränderungen reagieren, insbesondere auf den plötzlichen Übergang von November zu Dezember.
Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. Auf echte #Tannenzweige soll weitgehend verzichtet werden. Stattdessen werden die Besucher eingeladen, sich die Dekoration vorzustellen. Das spare Ressourcen und fördere zugleich die individuelle Weihnachtskompetenz.
#Influencer übernehmen die #Bescherung
Eine Schlüsselrolle kommt den Gütersloher VIP Star Influencern zu. Sie sollen das Fachwerkhaus als authentischen Erlebnisort in den sozialen Medien positionieren.
Geplant sind tägliche Advents Storys, ein »Unboxing« leerer Geschenkverpackungen sowie eine vierwöchige Challenge unter dem Motto »24 Days of Fachwerk«. Jeden Tag wird dabei ein anderes Stück Fachwerk fotografiert und mit einem inspirierenden Gedanken versehen.
Für Heiligabend ist ein besonders emotionales Highlight vorgesehen: Ein Gütersloher Influencer öffnet vor laufender Kamera eine Tür. Dahinter befindet sich ein Raum.
»Wir möchten die Menschen überraschen«, heißt es aus dem Organisationsteam.
#Fördermittel für die Zukunft des Advents
Die Finanzierung soll über verschiedene Förderprogramme erfolgen. Im Gespräch sind Mittel für Innenstadtentwicklung, Digitalisierung, kulturelle Teilhabe, Klimaanpassung, soziale Innovation und die Stärkung regionaler Weihnachtskompetenz.
Ein erster Kostenrahmen sieht 48.000 Euro für die Konzeptentwicklung, 26.000 Euro für die Kommunikationsstrategie und 19.500 Euro für eine wissenschaftliche Begleitstudie vor. Für die eigentliche Weihnachtsmarkthütte sind zunächst 350 Euro eingeplant.
Allerdings muss noch geklärt werden, ob eine Weihnachtsmarkthütte innerhalb eines Fachwerkhauses überhaupt als Weihnachtsmarkthütte gelten kann. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie wurde angeregt.
Ein Weihnachtsmarkt ohne #Weihnachten?
Langfristig könnte das Konzept sogar ganzjährig funktionieren. Denn wenn eine Weihnachtsmarkthütte hybrid ist, muss sie nicht zwangsläufig an Weihnachten gebunden sein.
Im Frühjahr ließe sich das Fachwerkhaus als »Spring Christmas Experience« betreiben, im Sommer als »Urban Advent Beach« und im Herbst als »Pre Christmas Transformation Lab«.
Das hätte einen entscheidenden Vorteil: Die Weihnachtsmarkthütte müsste nie wieder abgebaut werden. Sie wäre dauerhaft geöffnet, zumindest konzeptionell.
Ein Problem bleibt allerdings noch ungelöst. Bislang weiß niemand, wer den Schlüssel zum Fachwerkhaus hat.
Das Zentrenmanagement hat deshalb vorgeschlagen, zunächst einen Runden Tisch einzurichten.
Fortsetzung folgt in Episode 5: »Der Runde Tisch – warum der Schlüssel eine eigene Arbeitsgruppe braucht«.
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