Von KWS, Kunst und Kultur, Volkshochschule165 Views
#KWS #Kulturtipp: »Das Leben des Diogenes – alles für die Tonne«, Volkshochschule Gütersloh, 24. Oktober 2026
#Gütersloh, 14. Oktober 2026
Was braucht der Mensch wirklich zum Leben? Warum besitzen wir so viel? Und macht uns unser Besitz tatsächlich glücklicher? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Schauspieler Peter Trabner am Samstag, 24. Oktober 2026, um 19 Uhr, in der Historischen Aula der #Volkshochschule (#VHS) Gütersloh. In seinem Theaterstück »Das Leben des Diogenes – alles für die Tonne« setzt er sich auf ebenso humorvolle wie provokante Weise mit #Konsum, #Wohlstand, #Verlustängsten und gesellschaftlichen #Widersprüchen auseinander. Der Eintritt ist frei.
Peter Trabner, bekannt aus Fernsehproduktionen wie »#Tatort«, »#Polizeiruf« und »Morden im Norden« sowie dem #Kinofilm »Horst Schlämmer sucht das Glück«, widmet sich dem antiken Philosophen Diogenes von Sinope. Dieser lebte vor rund 2.400 Jahren in #Athen, verzichtete weitgehend auf materiellen #Besitz und stellte gesellschaftliche #Konventionen, #Statussymbole und vermeintliche #Bedürfnisse radikal infrage. Der Überlieferung nach bewohnte er ein großes Vorratsgefäß, das später häufig als #Tonne dargestellt wurde.
In seiner Inszenierung versucht Trabner, die radikale #Bedürfnislosigkeit des Diogenes in die Gegenwart zu übertragen. Doch als moderner #Wohlstandsbürger stößt er dabei schnell an seine Grenzen. Zwischen #Swimmingpool, #Laubbläser, #SUV und IKEA Family Card wird deutlich, wie sehr #Besitz und #Konsum das eigene #Denken und #Handeln bestimmen.
Dabei geht es nicht nur um materielle Dinge, sondern auch um die psychologischen Mechanismen dahinter: Je mehr ein Mensch besitzt, desto größer kann seine Angst werden, etwas zu verlieren. #Sicherheit, #Kontrolle und gesellschaftliche Zugehörigkeit erscheinen zunehmend an materielle Verhältnisse geknüpft. Selbst das #Entrümpeln wird zum Widerspruch: Kaum ist der #Schrank leer, entsteht das Bedürfnis, ihn wieder zu füllen.
Eine zusätzliche Wendung nimmt das Stück, als der #Protagonist erfährt, dass in 8 Wochen ein #Flüchtlingsheim entstehen soll – hinter dem #Wald, rund 3.500 Meter von seinem Zuhause entfernt. Plötzlich geraten seine Vorstellungen von #Sicherheit, #Moral und gesellschaftlicher #Verantwortung ins Wanken.
Aus diesen Gegensätzen entwickelt Trabner eine grotesk komische Auseinandersetzung mit den Widersprüchen einer Gesellschaft, die einerseits #Bescheidenheit und #Nachhaltigkeit propagiert, andererseits aber an #Wohlstand, #Besitz und gewohnten #Privilegien festhält.
Das Theaterstück beginnt am Samstag, 24. Oktober 2026, um 19 Uhr, in der Historischen Aula der VHS Gütersloh. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung online oder telefonisch unter +495241822925 wird gebeten. Die #Kursnummer lautet I19605.
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