Von Hartmut Brand, Kunst und Kultur, Feuilleton126 Views
#Brands #Kultur #Check: »Zirkus des Horrors« in #Oberhausen
#Lippstadt, 11. Oktober 2026
Noch bis zum 1. November 2026 gastiert der »Zirkus des Horrors« mit dem Programm »Memento Mori – Deine letzte Stunde« in der #Centroallee am »Westfield Centro« in Oberhausen.
In der Programmankündigung auf der Homepage heißt es, dass man in »Memento Mori« dem realen #Horror unserer Welt – ungeschönt und schonungslos begegnet.
Die #Show thematisiert dabei die dunklen Seiten der Menschheit anhand der Geschichte von Lisa und Max.
Aber bevor die Zuschauer ihre Plätze einnehmen konnten, ging es erstmal durch ein »Horror Maze«. Diesen Programmpunkt kannten wir schon von einer Veranstaltung des Zirkus des Horrors in #Bielefeld, bei der wir vor einiger Zeit mal zu Gast waren. Hier in Oberhausen war das Horror Maze jedoch recht kurz und nur wenige »Scare Actors« waren involviert.
Danach führte der Weg die Zuschauer auf eine Art Marktplatz, wo man sich vor der Show noch mal stärken konnte und einige Fotopoints zur Verfügung stand
In der Show selbst wird die Geschichte von Lisa und Max erzählt. Primär geht es jedoch um Max, der zu Beginn der Show durch Pöbeleien auffällt und kurze Zeit später in der Manege liegend wach wird, um festzustellen, dass er offensichtlich verstorben ist.
Und hier, auf der Seite der Toten, spielt sich dann die weitere Story ab. Primär wird Max durch seinen Gegenspieler Corvus aufgezeigt, was er in seinem Leben falsch gemacht hat, was falsch gelaufen ist und was er mit seinem Handeln aufs Spiel gesetzt und verloren hat.
»Memento Mori« ist eine künstlerische Reflexion über Schmerz, Vergänglichkeit und menschliche Abgründe. Daher wurde vorher schon gewarnt, dass manche Szenen emotional stark berühren oder verstören können.
Und diese Triggerwarnung wurde nicht umsonst ausgesprochen. Darstellung von #Mord und #Tod #Selbstmord, häuslicher Gewalt, psychischer Belastung durchziehen die Geschichte wie ein blutroter Faden.
Und auch das Publikum muss an diesem Abend ein dickes Fell haben, denn ungewohnt mutiger schwarzer Humor stand ebenso auf der Tagesordnung wie Beleidigungen und gesellschaftskritische Aussagen.
Die Entwicklung, die Mike vom Beginn der Show bis zu ihrem Ende durchläuft, ist sehr intensiv und detailliert aufgezeigt, so dass die Zuschauer und Zuschauerinnen seinen Weg gespannt mitverfolgen. Und manchmal wird es auch ganz still im Zelt, wenn eben die Geschichte einen der Aspekte anbringt, die vorher in der Triggerwarnung genannt wurden.
Umrahmt wurde diese Geschichte durch außergewöhnliche artistische Darbietungen von internationalen Künstlern. Mal sind es ruhige und bewegende Momente wie bei der Equilibristik, aber meistens doch sehr temporeiche und actionreiche Darbietungen wie am #Todesrad, am #Trapez oder als krönender Abschluss beim Motorrad Stunt im #Metallkäfig.
Der Horroraspekt lag dabei jedoch fast komplett auf der erzählten Geschichte. Die #Artisten waren zwar auch sehr düster gekleidet, echte Horror Acts waren bei den Darbietung jedoch im Vergleich zu anderen Shows nicht dabei.
Trotzdem ergab sich eine Show, die ein rundes Bild aus #Storytelling und #Artistik bildete und zudem eine ausgewogene Mischung aus Horror, Comedy und atemberaubender Artistik bildete.
Wer nun neugierig geworden ist, kann sich die Show noch bis zum 1. November 2026 in Oberhausen oder danach noch an anderen Standorten anschauen.
Weitere Infos und Tickets online …
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