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Foto: Hartmut Brand

Brands Kultur Check: Konzert der »Dark Side Tour« der »Kings of Floyd« im Stadttheater Lippstadt

Von Hartmut Brand, Kunst und Kultur, Feuilleton53 Views

#Brands #Kultur #Check: Konzert der »Dark Side Tour« der »Kings of Floyd« im Stadttheater Lippstadt

#Lippstadt, 11. Oktober 2026

Als am Samstagabend das Konzert von »Kings of Floyd« im Stadttheater Lippstadt beginnt, sind gerade in den ersten Reihen noch einige Plätze frei. Nach Ende des Konzerts waren sich aber alle Anwesenden einig, dass der Auftritt dieser »Pink Floyd« #Tribute #Band ein bis auf den allerletzten Platz besetztes Haus verdient hätte.

Schon im Foyer wird vor dem Konzert klar: Diese Band hat eine breite Fanbase. »Pink Floyd« T Shirts mischen sich mit »Kings of Floyd« T Shirts und durchs Foyer waberte schon die Vorfreude auf den Auftritt der Band. 

Für mich war es das allererste »Kings of Floyd« Konzert, aber schon nach dem Einstieg mit »Shine On You Crazy Diamond« war für mich klar, hier an diesem Abend bin ich vollkommen richtig.

Zunächst einmal ist schon das Bühnenbild beeindruckend. Hier zeigt sich aber auch, was im #Stadttheater #Lippstadt alles möglich ist und das ist großartig. Dazu kommt im Laufe des Abends eine sehr gut abgestimmte Lichtshow und Lasershow, die die Songs untermalt.

Mit der »Dark Side Tour« widmen sich die »Kings of Floyd« einem der bedeutendsten Kapitel der Rockgeschichte. Im Mittelpunkt steht das legendäre Album »The Dark Side of the Moon«, das bis heute Generationen von Musikfans trägt und als Meilenstein der Popkultur gilt.

Wie gesagt, allein schon der Einstieg mit »Shine On You Crazy Diamond« gab einen Vorgeschmack, was die Zuschauer an diesem Abend erwarten würde. Gitarrist Maurus Fischer stand schon hier bei diesem ersten Song im Mittelpunkt, so wie es im Laufe des Abends noch einige Male der Fall sein sollte. Und es ist unglaublich angenehm, wie sehr sich dieser exzellente Musiker trotz seiner unglaublichen Performance zurücknimmt.

Den Höhepunkt bietet Maurus Fischer im Rahmen der ersten Zugabe bei »Comfortably Numb«, wo nach dem Song minutenlanger Beifall aufbrandete.

Als Leadsänger der Band und ebenfalls an der Gitarre weist Mark Gillespie ein breites gesangliches Spektrum auf. Egal, ob er zum Beispiel bei »Mother« ruhigere Töne anschlägt oder wie bei »The Dogs of War« die Songs mit einer gewissen Aggressivität vorträgt. Immer weiß #Gillespie die Message der Songs exakt rüberzubringen. Was Gillespie dabei auszeichnet, ist die Tatsache, dass er nicht versucht, wie David Gilmore zu klingen und er dennoch mit seiner ganz eigenen Art sehr nah am Original ist.

Oft ist der Grat gerade bei Tribute Bands sehr schmal, dass die Bands dann doch eher wie eine Kopie des Originals klingen. »Kings of Floyd« gelingt es, dennoch auch einen eigenen Stempel aufzudrücken.

An den Keyboards trägt Jürgen Magdziak dazu bei, dass genau der legendäre ikonische Pink Floyd Sound entsteht. Im Vergleich zu den anderen Musikern sieht man bei Jürgen Magdziak nicht, wie er seine Instrumente beherrscht, weil er fast komplett hinter seiner Instrumentenfestung verschwindet. Doch gerade bei den Soli merkt man, dass dieser Musiker wie auch Maurus Fischer eine Liga für sich ist.

Aber es ist die Summe großartiger Musiker als Band, die diesen Abend so besonders macht. Egal ob Stefan Breuer am Bass oder Bernie Bovens am Schlagzeug. Diese Musiker verstehen ihr Handwerk und sind extrem gut aufeinander eingestimmt, so dass eben dieses große Klangerlebnis entsteht.

Als Laie kann man sich annähernd vorstellen, wie schwer es gerade für einen Schlagzeuger wie Bernie Bovens ist, bei Songs wie »Have a Cigar« Schlagzeug zu spielen, aber auch er schafft das mit einer Ruhe und mit einer Brillanz, die zu begeistern weiß.

Punktuell betritt Saxophonist Bernd Winterschladen die Bühne und setzt seine Akzente des Konzerts mit schnellen, kräftigen, manchmal auch gefühlvollen Saxophon Passage, die das Publikum immer wieder zu spontanen Applaus animieren.

Die Begeisterung des Publikums gelangt vom Weg auf die Bühne von dort wieder zurück. Denn die Musiker und Sängerin Coco Voß wissen die begeisterten Reaktionen und den frenetischen Applaus des Publikums zu schätzen.

Coco Voß führt die Zuschauer mit ihrem Gesang in ganz andere Sphären. Gerade zum Beispiel bei »The Great Gig in the Sky« lauschen ihr die Zuschauer gebannt, schließen die Augen, bewegen den Kopf und sind für die Dauer dieses Songs ganz woanders. Eine großartige Sängerin.

Natürlich lässt das Publikum diese Band nicht ohne eine Zugabe von der Bühne und so kommt es dann neben dem bereits genannten »Comfortably Numb« auch endlich zu »Another Brick in the Wall«. An den Reaktionen des Publikums merkt man, wie der ein oder andere sehnsüchtig auf diesen Song gewartet hat.

Auch hier merkt man wieder, dass die Band das ikonische Werk des Originals mit größtem Respekt interpretiert, ohne dabei zur bloßen Kopie zu werden. Diese detailverliebten Arrangements, der authentische Sound und eine eindrucksvolle Lichtproduktion und Videoproduktion ließen die Atmosphäre der frühen 70er Jahre neu auflegen. Kraftvoll, emotional und zeitlos.

Und nachdem der Abend im Rahmen der zweiten Zugabe mit »Run like Hell« noch einmal richtig Fahrt aufnahm, folgte dann mit »Goodbye Blue Sky« und einer persönlichen Vorstellung aller Bandmitglieder dann auch die Verabschiedung und nach diesem Konzert gingen die Zuschauer begeistert und glücklich nach Hause.

Die Mischung der Songs aus dem Album »The Dark Side of the Moon« und ausgewählten Klassikern aus dem umfangreichen Repertoire von Pink Floyd machten aus diesem Konzert eine eindrucksvolle Reise durch Klang, Raum und Gefühl.

Und so mancher, der an diesem Abend im Stadttheater Lippstadt zu Gast war, wird sich schon Gedanken gemacht haben, wo er diese Bands demnächst mal wieder live erleben kann.

Weitere Informationen zur Band …

Weitere Informationen zum Programm im Stadttheater Lippstadt …

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