Von KWS, Karla-Wagner-Stiftung, KWS Infodienst Recht84 Views
#NOW #Magazine gibt sämtliche Werke zur kostenlosen #Nutzung frei – #Rechtsverfolgung lohnt sich in #Gütersloh nicht
#Gütersloh, 15. Oktober 2026
Gute Nachrichten für alle, die gerne die #Arbeit anderer nutzen, ohne dafür zu bezahlen: NOW Magazine führt ein revolutionäres neues Lizenzmodell ein. Fotografien, Texte, Illustrationen, Grafiken, Designs, Konzepte und sonstige kreative Leistungen stehen künftig zur freien Verfügung. Zumindest faktisch. Denn was nützt ein #Urheberrecht, wenn seine #Durchsetzung teurer ist als dessen #Verletzung?
Das neue Modell trägt den Arbeitstitel »Nimm es Dir einfach«. Es verzichtet auf umständliche #Lizenzvereinbarungen, lästige #Honorarverhandlungen und überflüssige Fragen nach dem #Urheber. Wer etwas haben möchte, nimmt es sich. Fertig.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Während #Fotografen, #Autoren, #Designer und andere #Kreative erhebliche #Zeit, #Geld und #Arbeit in ihre #Werke investieren, können sich Dritte diese Aufwendungen vollständig sparen. Sie müssen lediglich die Ergebnisse übernehmen. Ein Rechtsklick genügt häufig schon.
Der Urheber zahlt – der Nutzer profitiert
Das deutsche #Urheberrecht sieht zwar zahlreiche Schutzvorschriften vor. Wer fremde Werke unerlaubt verwendet, kann auf #Unterlassung, #Schadensersatz und #Erstattung bestimmter #Rechtsverfolgungskosten in Anspruch genommen werden.
Das klingt hervorragend. Insbesondere auf dem #Papier.
In der Praxis muss der Urheber allerdings zunächst feststellen, dass sein Werk verwendet wurde. Anschließend muss er den Verantwortlichen ermitteln, Beweise sichern, den Sachverhalt dokumentieren, Forderungen formulieren, Fristen setzen und gegebenenfalls einen #Rechtsanwalt beauftragen.
Reagiert der unberechtigte Nutzer nicht, beginnt der besonders unterhaltsame Teil: #Mahnverfahren, #Schlichtungsverfahren, gerichtliche #Auseinandersetzungen, weitere #Schriftsätze, zusätzliche #Kosten und ein beträchtlicher #Zeitaufwand.
Der Nutzer kann währenddessen eine bewährte Strategie verfolgen: nichts tun.
Diese Strategie ist ausgesprochen kostengünstig.
Das neue Lizenzmodell: 0 Euro für den Nutzer, 500 Euro für den Urheber
Wie attraktiv das Verfahren ist, zeigt ein praktisches Beispiel aus Gütersloh.
Ein #Gastronom verwendet eine #Fotografie ohne die erforderliche Erlaubnis. Der Fotograf versucht zunächst, die Angelegenheit auf unkompliziertem Wege beizulegen. Informelle Vergleichsvorschläge, die eine außergerichtliche Einigung ohne größeren Aufwand ermöglichen sollen, werden jedoch abgelehnt.
Es folgen anwaltliche Tätigkeit, Mahnverfahren und schließlich ein Schlichtungsverfahren. Auch dort kommt keine Einigung zustande.
Ergebnis: Der Fotograf hat rund 500 Euro für die Rechtsverfolgung aufgewendet – obwohl er zunächst ausdrücklich versucht hatte, den Konflikt einvernehmlich und ohne aufwendige rechtliche Schritte zu lösen.
Eine bemerkenswerte Innovation: Während bei herkömmlichen Lizenzmodellen der Nutzer den Urheber bezahlt, bezahlt bei diesem Modell der Urheber dafür, dass sich jemand sein Werk genommen hat.
Das eröffnet völlig neue Perspektiven für die #Kreativwirtschaft.
Wer besonders viele fremde Werke verwendet, könnte auf diese Weise sogar dazu beitragen, dass ihre Urheber wirtschaftlich vollständig ausgelastet sind – allerdings ausschließlich mit der Finanzierung ihrer eigenen Rechtsverfolgung.
Auch Designer, Autoren und Entwickler dürfen mitmachen
Das neue Modell beschränkt sich selbstverständlich nicht auf Fotografien.
Auch #Grafiken, #Illustrationen, #Texte, #Layouts, #Software, geschützte #Gestaltungen und sonstige schöpferische Leistungen können ohne vorherige Verhandlungen übernommen werden. Bei bloßen Ideen und Konzepten ist die Situation besonders komfortabel: Diese genießen ohnehin nicht automatisch urheberrechtlichen Schutz. Entscheidend ist unter anderem ihre konkrete schöpferische Ausgestaltung.
Die Botschaft lautet also: Warum selbst entwickeln, wenn andere die Entwicklungsarbeit bereits erledigt haben?
Wer eine gute Idee entdeckt, kann sich davon inspirieren lassen. Wer eine gelungene Gestaltung sieht, kann sie als Ausgangspunkt verwenden. Und wer dabei rechtliche Grenzen überschreitet, darf darauf hoffen, dass der Rechteinhaber weder Zeit noch Geld hat, sich dagegen zu wehren.
Besonders interessant ist dieses Modell für Unternehmen, die selbst über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um juristische Auseinandersetzungen notfalls auszusitzen.
Denn Recht haben ist eine Sache. Sich Recht leisten können eine andere.
Ein Paradies für kreative Wertschöpfung – bei anderen
Die wirtschaftlichen Vorteile sind beeindruckend.
Der ursprüngliche Urheber trägt sämtliche Produktionskosten. Er investiert in #Ausbildung, #Technik, #Software, #Material, #Recherche, #Arbeitszeit und #Entwicklung. Er übernimmt das unternehmerische Risiko und finanziert die Herstellung.
Der unberechtigte Nutzer übernimmt anschließend das fertige Ergebnis.
Auf diese Weise entsteht eine besonders effiziente Arbeitsteilung: Die einen arbeiten, die anderen profitieren.
Sollte sich der Urheber beschweren, lässt sich die Angelegenheit durch Ignorieren, Bestreiten oder endlose Korrespondenz weiter optimieren.
Das Urheberrecht bleibt dabei selbstverständlich vollständig bestehen. Schließlich soll niemand behaupten können, kreative Leistungen seien in Deutschland rechtlich ungeschützt.
Sie sind lediglich unter Umständen wirtschaftlich kaum durchsetzbar.
Der #Rechtsstaat als Premiumangebot
Das neue Lizenzmodell verdeutlicht zugleich einen wichtigen Grundsatz moderner Rechtsstaatlichkeit: Rechte stehen grundsätzlich allen zur Verfügung. Ihre Durchsetzung wird allerdings gesondert berechnet.
Wer ausreichend Geld, Zeit und Nerven besitzt, kann seine Ansprüche selbstverständlich gerichtlich verfolgen.
Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, darf sich immerhin darüber freuen, dass seine Rechte theoretisch existieren.
Das ist eine ausgesprochen elegante Lösung. Der Gesetzgeber muss keine Schutzrechte abschaffen, und die Betroffenen können sich trotzdem nicht darauf verlassen, dass ihnen diese Rechte praktisch etwas nützen.
So bleiben alle zufrieden. Zumindest diejenigen, die sich fremde Leistungen aneignen.
NOW Magazine empfiehlt: Bedienen Sie sich!
Deshalb richtet NOW Magazine einen herzlichen Appell an alle Unternehmen, Organisationen, Institutionen und Privatpersonen, die kreative Leistungen anderer besonders zu schätzen wissen:
Bedienen Sie sich!
Nehmen Sie unsere Fotografien, übernehmen Sie unsere Gestaltungen, lassen Sie sich von unseren Texten inspirieren, kopieren Sie unsere Konzepte und verwenden Sie unsere schöpferischen Leistungen für Ihre eigenen Zwecke.
Fragen Sie möglichst nicht vorher. Das könnte schließlich zu einer Honorarvereinbarung führen.
Und sollte sich jemand beschweren, bleiben Sie gelassen. Vielleicht gibt der Urheber irgendwann auf. Vielleicht findet er keinen Anwalt. Vielleicht verweigert seine Rechtsschutzversicherung die Deckung. Vielleicht übersteigen die Kosten der Rechtsverfolgung den wirtschaftlichen Wert des Anspruchs.
Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Eine kleine rechtliche Anmerkung zum Schluss
Selbstverständlich räumt NOW Magazine mit diesem Artikel keinerlei Nutzungsrechte ein. Sämtliche bestehenden #Urheberrechte, #Leistungsschutzrechte und sonstigen #Rechte bleiben ausdrücklich vorbehalten. Die unerlaubte Verwendung geschützter Werke bleibt rechtswidrig und kann rechtliche Konsequenzen haben. Aber das ist ja das Schöne am Rechtsstaat: Man darf alles einklagen. Man muss es sich nur leisten können.
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