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Lebensmittelüberwachung Kreis Gütersloh im Wandel – vom Mettbrötchen zum Smoothie

Von KWS, Informationen, Kreis Gütersloh65 Views

#Lebensmittelüberwachung Kreis Gütersloh im Wandel – vom #Mettbrötchen zum #Smoothie

#Gütersloh, 17. Oktober 2026

Die Lebensmittelüberwachung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Neue Ernährungsgewohnheiten, internationaler Handel und eine wachsende Produktvielfalt stellen die Kontrolleure des Kreises Gütersloh vor neue Herausforderungen. Darüber berichten Jakob Decker, Leiter der Abteilung #Veterinärwesen und #Lebensmittelüberwachung, und Dr. Susanne Lamy, Sachgebietsleiterin #Lebensmittelüberwachung.

»Der Smoothie von heute ist das Mettbrötchen von gestern«, beschreibt Decker den Wandel. Während früher vor allem leicht verderbliche #Fleischprodukte im Mittelpunkt standen, beschäftigen die Kontrolleure heute auch Risiken pflanzlicher #Lebensmittel. #Tiefgekühlte #Beeren können beispielsweise mit #Viren oder #Bakterien belastet sein. Die Erreger überstehen das Einfrieren und werden erst durch ausreichendes #Erhitzen abgetötet. Lamy empfiehlt deshalb, entsprechende #Tiefkühlprodukte vor dem Verzehr durchzuerhitzen.

Auch der Trend zur #Rohkost birgt Risiken. Ein Beispiel ist der #EHEC Ausbruch von 2011, der auf verunreinigte #Bockshornkleesamen aus #Ägypten zurückgeführt wurde.

Neben den Ernährungsgewohnheiten hat sich das Warenangebot verändert. #Nahrungsergänzungsmittel, importierte #Lebensmittel, #Kosmetika, #Tätowierfarben, E Zigaretten und #Cannabisprodukte erweitern das Aufgabenspektrum. Hinzu kommen der #Onlinehandel und neue Vertriebsformen. Gleichzeitig nimmt der Anteil industriell hergestellter und verpackter Lebensmittel zu, während klassische Frischetheken seltener werden.

Die Zahl der zu kontrollierenden Betriebsstätten im Kreis Gütersloh ist seit 1995 von rund 2.500 auf 3.500 gestiegen. Dazu zählen neben #Lebensmittelherstellern, #Restaurants und #Geschäften auch #Tankstellen, #Verkaufsautomaten, #Schulen und #Kindertagesstätten. Die Zahl der Lebensmittelkontrolleure wurde im selben Zeitraum von 5 auf 8 erhöht.

Kontrolliert wird nach dem Prinzip der risikoorientierten Lebensmittelüberwachung: #Betriebe und #Produkte mit höheren Risiken werden häufiger und intensiver überprüft. Dieses Verfahren wurde im Kreis Gütersloh als »Gütersloher Modell« entwickelt und ab 2006 angewendet. 2008 wurde es landesweit eingeführt und später bundesweit übernommen.

Bei konkreten Hinweisen auf mögliche Verstöße reagieren die Kontrolleure unmittelbar. »Wenn wir Hinweise kriegen, fahren wir sofort los«, erklärt Decker. Das gelte auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten.

Für Verbraucher empfehlen die Fachleute insbesondere, Lagerungshinweise und Zubereitungshinweise zu beachten. Die auf Verpackungen angegebene Haltbarkeit setzt häufig niedrigere Temperaturen voraus, als sie in privaten #Kühlschränken üblich sind. Frisches #Hackfleisch benötigt teilweise 2 Grad Celsius, #Geflügel häufig 4 Grad. Bei höheren Temperaturen verkürzt sich die #Haltbarkeit entsprechend. Auch beim Transport sollte die #Kühlkette möglichst nicht unterbrochen werden.

Das #Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet dagegen nicht, dass ein Lebensmittel nach Ablauf automatisch ungenießbar ist. Lamy empfiehlt, #Aussehen, #Geruch und #Beschaffenheit zu prüfen. Bei sichtbarem #Schimmel auf Brot sollte allerdings das gesamte Produkt entsorgt werden. Auch Zubereitungshinweise sind wichtig: #Kräutertee sollte beispielsweise mit kochendem Wasser aufgegossen werden, um mögliche #Krankheitserreger abzutöten.

Besonders gefährdet durch Lebensmittelinfektionen sind #Säuglinge und #Kleinkinder, ältere Menschen, #Schwangere und immungeschwächte Personen. Statistisch treten #Lebensmittelinfektionen allerdings besonders häufig bei jungen Erwachsenen auf, was unter anderem auf mangelnde Erfahrung im Umgang mit Lebensmitteln zurückgeführt wird.

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